Rauhnächte-Rituale mit Räucherung – Rückschau, Reinigung & Vision
Die Rauhnächte sind die geheimnisvollsten Nächte des Jahres – die Zeit zwischen den Jahren, in der die Schleier zwischen den Welten besonders dünn sind. Sie beginnen am 24. Dezember und enden am 6. Januar. In diesen zwölf Nächten ruht die Zeit, und jede Nacht steht symbolisch für einen Monat des kommenden Jahres.
Ein Rauhnächte-Ritual mit Räucherung hilft, das Vergangene loszulassen, Visionen zu empfangen und sich bewusst auf das neue Jahr einzustimmen.
Die Bedeutung der Rauhnächte
Seit Jahrhunderten gelten die Rauhnächte als heilige Schwellenzeit.
Alte Energien werden gereinigt, neue Kräfte begrüßt, und die geistige Welt steht uns besonders nahe.
Spirituell stehen die Rauhnächte für:
- Reinigung und Neubeginn
- Rückschau und Integration
- Verbindung zur Intuition und Ahnenkraft
- Ausrichtung auf das neue Jahr
Es ist eine Zeit der Einkehr, des Räucherns, Schreibens, Träumens und Loslassens – eine Brücke zwischen dem, was war, und dem, was kommt.

Räucherempfehlung für die Rauhnächte
Räucherungen sind das Herzstück der Rauhnächte. Sie reinigen Räume, klären Energien und laden Schutz und Licht ein.
Empfohlene Räucherstoffe:
- Weißer Salbei: starke Reinigung
- Weihrauch: Verbindung zum Göttlichen
- Beifuß: Schutz und Transformation
- Fichtennadeln: Erdung und Naturverbindung
- Myrrhe: spirituelle Tiefe und Frieden
Tipp: Halte eine kleine Räucherschale bereit und führe in jeder Nacht eine kurze Reinigung deines Zuhauses und deiner Aura durch.
Ritualanleitung für die Rauhnächte
Vorbereitung (am 24. Dezember)
- Reinige dein Zuhause physisch und energetisch.
- Bereite deine Räucherstoffe, Kerzen und ein Notizbuch vor.
- Formuliere deine Intention: „Ich öffne mich für Licht, Führung und Frieden.“
Tägliche Rauhnacht-Routine (24. Dezember – 6. Januar)
Räuchern:
Zünde dein Räucherwerk an und gehe langsam durch alle Räume. Sprich:
„Alles Alte darf gehen, Licht und Segen dürfen bleiben.“
Reflexion:
Notiere, was du loslassen möchtest, und verbrenne es am Ende der Nacht oder am 6. Januar.
Träume & Zeichen:
Achte auf Träume, Gedanken und Zufälle – sie tragen Botschaften für die kommenden Monate.
Dankbarkeit & Stille:
Schließe jeden Abend mit einem Moment der Ruhe und Dankbarkeit ab.
Die 12 Nächte und ihre Zuordnung
| Datum | Nacht | Symbolischer Monat |
| 24./25. Dezember | 1. Rauhnacht | Januar |
| 25./26. Dezember | 2. Rauhnacht | Februar |
| 26./27. Dezember | 3. Rauhnacht | März |
| 27./28. Dezember | 4. Rauhnacht | April |
| 28./29. Dezember | 5. Rauhnacht | Mai |
| 29./30. Dezember | 6. Rauhnacht | Juni |
| 30./31. Dezember | 7. Rauhnacht | Juli |
| 31. Dez./1. Jan. | 8. Rauhnacht | August |
| 1./2. Januar | 9. Rauhnacht | September |
| 2./3. Januar | 10. Rauhnacht | Oktober |
| 3./4. Januar | 11. Rauhnacht | November |
| 4./5. Januar | 12. Rauhnacht | Dezember |
Am 6. Januar (Epiphanias) endet die Zeit zwischen den Jahren – sie steht für den Übergang ins neue Licht.
Abschließendes Segnungsritual am 6. Januar
Zum Abschluss kannst du ein besonderes Räucherritual durchführen:
Verwende Weihrauch, Myrrhe und Lorbeer, um Licht und Segen zu manifestieren. Schreibe deine Wünsche für das Jahr auf und segne sie im Rauch. Sprich: „Ich gehe gesegnet in das neue Jahr. Möge Licht mich führen, Liebe mich stärken und Frieden mich begleiten.“
Affirmation / Segensspruch
„Ich lasse das Alte los und öffne mich für das Neue.
Ich gehe lichtvoll durch die Schwelle des Jahres.
Ich bin geführt, geschützt und gesegnet.“
Spirituelle Bedeutung des Rauchs
Der Rauch in den Rauhnächten ist ein Symbol für das Unsichtbare – er verbindet dich mit deiner Seele, deinen Ahnen und dem Kreislauf des Lebens. Er trägt Gebete, Wünsche und Visionen in die Welt hinaus und klärt, was dich nicht mehr nähren soll. Mit jedem Räuchern schreibst du deine Energie in das kommende Jahr hinein.

